KUNST-STOFF recycelt

 

Das Medea - Syndrom


„Das MEDEA-Syndrom“ greift Grundthemen des klassischen MEDEA-Stoffes in der Sprache verschiedener Literaten auf wie u.a. Max Zweig, Jean Anouilh, Hans Henny Jahnn, Christa Wolf und den Medea-Klassikern, Euripides und Seneca.

Im Vordergrund stehen Flucht, Heimatlosigkeit, Fremdheit, Abhängigkeit und die Frage, zu was ein Mensch in einer aussichtlos erscheinenden Situation fähig ist.

Medea und Jason haben einen großen Teil ihrer gemeinsamen Liebe bereits gelebt. Nach außen sind beide starke Persönlichkeiten. Sie: die Ratgebende, Wissende. Er: der neue Heldentypus, kommunikationsfähig, ein Teamspieler. Aber innerhalb ihrer eigenen Beziehung sind sie inzwischen hilflos. Ein Paar, das Außeneinflüsse nicht mehr kreativ verarbeiten kann, sondern zerstörerisch gegen die eigene Beziehung verwendet. Ein Paar das  an Grenzen angelangt ist. Verstärkt wird die Problematik durch die Heimatlosigkeit: Medea und Jason befinden sich am Ende ihrer Beziehung in einem für beide fremden Land.

Eine Schauspielerin und ein Tänzer sind Medea und Jason. Beide ineinander verstrickt, verworren, verknüpft in Beziehungsgeflechte miteinander und abgehängt vom fremden Außen. Jason ist König Kreons Gast, Medea „die Fremde“ muss Asyl beantragen.

Die Musik ist die einzige Kommunikationsform, die ihnen bleibt. In monotoner Beharrlichkeit geht die Leier immer wieder von vorne los. Klageruf und Kampfansage.


Mit

Monika-Margret Steger – Medea

Rafael Valdivieso – Jason


Inszenierung und Raumkonzept: Annette Dorothea Weber

Komposition und Tasten: Mike Rausch

Percussion und Viola: Ellen Mayer

Ausstattung: Heidi Buehl

Regieassistenz: Cathrine Guerin



Premiere: 14. Mai 2011 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen: 15. Mai, 3. und 4. Juni 2011 jeweils um 19.30 Uhr


Im Asylbewerberwohnheim, Industriestraße 6A, Mannheim

Kartentelefon: 0621-3364382